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Söntke Campen:

Prinzip Zufall

ab 15. August 2021


Zur Ausstellung

Man könnte Söntke Campens Arbeiten als Bilder auf den zweiten Blickbezeichnen. Die in ihnen oft versteckten figürlichen Anspielungen entdeckt man nämlich erst bei längerer Betrachtung, sozusagen auf den zweiten Blick.

Wollte man Campens Bilder in die herkömmlichen Richtungs-Schemata einordnen, müsste man viele von ihnen abstrakt-figürlich nennen, auch wenn dies als contradictio in adjecto erscheinen mag. Es gibt allerdings auch wieder Beispiele, die eindeutig der Richtung „abstrakt“, andere, die der Richtung „figürlich“ zuzuordnen sind. Es ist gerade dieses Mäandern zwischen den Richtungen, welches sein bisheriges Werk so spannend macht.

Die Bilder lassen sich auf zwei Ebenen betrachten: Der Formalen und der Inhaltlichen. Auf den ersten Blick besticht das malerische Element in seiner meist expressiven, vehementen Handschrift und seinem starken farblichen Reiz. Auf den zweiten Blick offenbaren sich Formen, die vom malerischen Strom mitgerissen zu sein scheinen und beim Betrachter figürliche Assoziationen freisetzen.

Der Künstler beginnt ein Bild meist absichtslos. Der Einstieg ins Bild erfolgt über abstrakte, ungeklärte Farbformen. Wie zufällig stellen sich während des Malprozesses figürlich zu lesende Formen ein, die dann entweder weiter ausformuliert oder wieder in den offenen Malvorgang eingeschmolzen werden. Bisweilen tauchen auch Zitate aus der Kunstgeschichte auf. Die Inhaltliche Aussage des Bildes wird durch die figürlichen Elemente nahegelegt, oft auch durch originelle Bildtitel noch unterstrichen.

Söntke Campen führt Malerei vor, stellt sie vor dem Hintergrund unserer heutigen Zeit in Frage und lässt sie schließlich immer wieder triumphieren.

Dirk Justus

Söntke Campen wurde 1991 in Geldern geboren. Er lebt und arbeitet heute in Leipzig.

Weitere Informationen über den Künstler und seine Bilder erhalten Sie auf seiner Internetseite soentke.de und bei YouTube.

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